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26.
Nov.
2021

Farid Bang in Brandenburg SEK und dicke Autos – wo der Rapper in MOL das Video für sein neues Album X gedreht hat 

26.11.
2021

3 Tage Nachtdreh 
MOZ

Farid Bang in Brandenburg SEK und dicke Autos – wo der Rapper in MOL das Video für sein neues Album X gedreht hat 

Rapper Farid Bang bringt am 26. November sein neues Album „X“ heraus. Auch wenn es nicht danach aussieht, das Video zur Veröffentlichung wurde überwiegend in Brandenburg gedreht. Binnen kürzester Zeit hatte es über 400.000 Klicks. 

26. November 2021, 14:00 Uhr•Märkisch-Oderland

Ein Artikel von 

Markus Kluge 

 

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 "X" - so heißt das neue Album. Auf dem Container steht Farid Bang während der Dreharbeiten.
© Foto: Labedzki/Leyendecker 

 

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Einen Rolls-Royce Wraith (ab 318.000 Euro) gab es ebenfalls am Set.
© Foto: Labedzki/Leyendecker 

Lamborghini, Rolls-Royce, Porsche, Mercedes und andere dicke Autos, dazu Waffen, Nebel und natürlich derbe Texte. Das neue Video von Farid Bang dürfte bei Rap-Fans keine Wünsche offen lassen. An Selbstbewusstsein mangelt es dem Star natürlich auch nicht: „Der König ist zurück!“ und „Ihr dachtet ich wäre weg. Ich habe nur Anlauf genommen.“ Das sind nur zwei Sätze aus dem neuen Clip zu seinem Album „X“, das am Freitag, 26. November, veröffentlicht wird.

Die Bilder in dem Video sehen so aus, als wären sie im Hafen einer Großstadt entstanden. Das stimmt aber nur teilweise – beispielsweise sind die ersten kurzen Hafen-Szenen aus Bremen. Der Rest wurde Mitte November in Märkisch-Oderland gedreht – im kleinen Hoppegarten an der B1 bei Müncheberg.

 

Youtube Aufgenommen in Märkisch-Oderland 

„85 Prozent sind hier aufgenommen worden“, sagt Wolfgang Labedzki. Hier, das ist der „B1 Gewerbepark“ direkt an der Bundesstraße zwischen Berlin und Müncheberg. Auf dem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal befand sich einst das Sägewerk „Adler Holz“. Labedzki verkaufte dort auch noch Kaminholz. In den zurückliegenden Jahren hat er das Gelände in Eigenregie entwickelt und sich dort mehrere Standbeine aufgebaut. Er bietet Unterstellmöglichkeiten für Wohnmobile, Boote und andere Fahrzeuge, einen Antiquitätenhandel, Miet-Lagerplätze, Containerhandel sowie den Umbau von Containern – und seit jüngster Zeit ist auf dem Areal auch Platz für Dreharbeiten und Fotoshootings.

 

Rapper Farid Bang drehte in Märkisch-Oderland für seine neuen Videos.
© Foto: Britta Pedersen/dpa 

„Die Aufnahmen mit Farid Bang waren nicht die ersten hier“, sagt Labedzki. Es seien bereits mehrere Szenen für Musikvideos dort gedreht worden. Mehr dürfe er aber nicht verraten, weil diese noch nicht veröffentlicht sind. Aber ein bekannter Spirituosen-Hersteller habe sich für Aufnahmen auch schon angekündigt. „Wir haben alles dafür hier“, sagt der Unternehmer. Neben Platz, jeder Menge Möbel aus unterschiedlichen Epochen, Technik, Container und in einer Halle Filmboxen, in denen sich bis zu 13 Foto- oder Filmsets gleichzeitig einrichten lassen. Eine Filmkulisse unter freiem Himmel könne in einer Stunde gestellt werden. Von „Klein-Babelsberg in Märkisch-Oderland“ will Labedzki nicht sprechen. Sein Ziel ist es aber, das Areal weiter als Film- und Foto-Location auszubauen und die Region etwas bekannter zu machen. Der Unternehmer hofft zudem, Andere animieren zu können, dass „MOL aus dem Winterschlaf kommt.“

Filmaufnahmen in der Nacht an der B1

Dadurch, dass Labedzki bereits gut vernetzt ist, sei der Produzent des jüngsten Musikvideos auf sein Areal aufmerksam geworden. „Er hat am Sonntag angerufen, am Montag um 15 Uhr war er hier und um 16 Uhr kam das Kamera- und Filmteam“, erzählt der Unternehmer. In der Dimension sei das auch für ihn „mehr als kaltes Wasser“ gewesen, in das er geworfen wurde. Damit die Szenen für die Videos, in denen es standesgemäß um Kriminalität, Drogen, Gewalt, Geld und vieles andere geht, möglichst böse und düster aussehen, wurde überwiegend in der Nacht gedreht. Sportwagen und Lkw rollten über das Areal, die Kameras fuhren teilweise über Schienen und Luftaufnahmen wurden per Drohne gemacht.

 

Für die Dreharbeiten zum neuen Video wurden jede Menge Sportwagen nach Hoppegarten bei Müncheberg gebracht.
© Foto: Labedzki/Leyendecker 

Schauspieler beziehungsweise Stuntman vom Leon Actionteam pirschten neben Farid Bang als schwerbewaffnete Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) über das Gelände. „Wir passen da sehr genau auf, was die Rapper machen und wollen. Es gibt da leider auch schwarze Schafe in der Szene. Wenn die Polizei verunglimpft werden soll, machen wir da nicht mit“, sagt Fank Guhn vom Leon Actionteam, dessen Ansinnen es ist, Polizeiarbeit in der filmischen Darstellung sachlich korrekt abzubilden. 

 

Wolfgang Labedzki auf seinem Gelände zwischen den SEK-Schauspielern.
© Foto: Leyendecker 

36 Stunden müssten für das Video in MOL gedreht werden

„Das war richtig fett. Aufwendiger ging es nicht“, fasst Labedzki, der mit Rap weniger anfangen kann und selbst gerne Rock sowie Musik der 1970er- und 80er-Jahre hört, seinen Eindruck vom Dreh zusammen. Eigentlich sollte laut Labedzki nur am Montag und Dienstag gefilmt werden. Letztlich seien die Aufnahmen bis Donnerstag verlängert worden. Labedzki spricht von 36 Stunden Filmmaterial, aus dem nun auch das knapp elfminütige Vorschauvideo geschnitten wurde. „Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet“, sagt Labedzki noch ganz beeindruckt. Der Container mit dem großen gelben „X“ steht heute noch auf seinem Hof.

 

Dreharbeiten für das Farid-Bang-Video. Der rote Lamborghini Urus, neu ab 222.000 Euro, durfte da nicht fehlen. Das war aber nicht der einzige teure Wagen am Set.
© Foto: Labedzki/Leyendecker 

Mit Farid Bang haben seine Partnerin Marita Leyendecker und er während der Drehpausen auch gesprochen. Wie bei vielen anderen angeblichen Bösewichten habe sich gezeigt: „Wenn man alleine ist, keine Kamera und keine Journalisten dabei sind, kann man sich gut unterhalten. Das war gar nicht böse, sondern ganz piano ohne die übliche Show“, sagt Labedzki. Wegen frauenfeindlichen Passagen in seinen Titeln musste Bang in der Vergangenheit mehrfach Kritik einstecken. „Hier war er ganz höflich und ein richtiger Gentleman“, sagt Marita Leyendecker. Beide sind schon gespannt, welcher der nächste Promi auf ihrem Hof sein wird.

Wer ist Farid Bang?

● Farid Bang ist einer der erfolgreichsten deutschen Rapper und spielte in den Kinofilmen „Fack ju Göthe“ mit. Er wurde 1986 in der nordafrikanischen Stadt Melilla, die zu einer spanischen Exklave gehört, mit dem bürgerlichen Namen Farid Hamed El Abdellaoui geboren und wuchs in Düsseldorf auf.

● Mit 19 Jahren fing er mit dem Rappen an, 2008 erschien sein erstes Album. 2018 erhielt Bang den Echo-Musikpreis, geriet aber gleichzeitig in die Kritik. Ihm wurde wegen einer Liedzeile Antisemitismus vorgeworfen. Der Echo-Beirat verwies in diesem Zusammenhang 

Kontakt

Location Management: Wolfgang Labedzki

Telefon: 0172 2805633

E-mail: info@b1-gewerbepark.de

Anschrift: B1 Gewerbepark - 15374 Müncheberg OT Hoppegarten - Berliner Straße 1

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